Ein kurzer Überblick über unsere Loge

 

Am 24. Februar 1770 wurde die Johannisloge “Zum Stern” und später “Zum flammenden Stern” als Militärloge gegründet. Militärlogen hatte es bis dahin nur in Kriegszeiten gegeben. Nun aber, so glaubte man Anfang 1770, stünde wieder ein Krieg bevor, und die geplante Loge sollte im Falle eines Krieges geschlossen ins Feld ziehen. 

 

Bis zum Jahr 1805 stieg die Mitgliederzahl auf 56 Brüder an. Davon dienten 30 Brüder als Offiziere. Darunter Söhne namhafter Familien u.a. Mitglieder des Hauses von Bismarck, von Puttkamer, von Moltke, von Witzleben,von Brauchitsch, von Dönhoff, von Kleist. 

 

Im Jahre 1840 standen in der Matrikel unter 94 Mitgliedern noch 24 Brüder im Offiziersrang. Die Mitgliederzahl erhöhte sich stetig, so dass im Jahre 1866 die Zahl 200 und 1890 die Zahl 300 überschritten wurde. 

 

Bis zur Jahrhundertwende veränderte sich die Mtgliederstruktur in entscheidender Weise. Kaufleute und Fabrikanten bildeten nunmehr die Mehrzahl der Brüder; es folgten die Beamten und selbständigen Handwerker. Der Adel war nur noch mit vier und das Militär mit 16 Brüdern vertreten. 

 

Mit dem Beginn der Verfolgung der Freimaurerei durch die Nationalsozialisten erklärten viele Brüder ihren Austritt mit der Begründung, ihre wirtschaftliche Existenz sichern zu müssen. Die Mitgliederzahl verringerte sich von 339 Brüdern im Jahre 1930 auf 260 Brüder im Jahre 1933. Neuaufnahmen fanden nicht mehr statt. 

 

Nach Kriegsende fanden sich nur noch 16 ehemalige Brüder zu neuer Arbeit zusammen. 

 

Trotz drangvoller Not machte der Geist der Freimaurerei den Wiederaufbau möglich. Bereits 1947 konnte die Loge wieder 35 Brüder zählen. 

 

Am 1. Juli 1961 übernahm Bruder Alfred Braun die Leitung der Loge. Für seine herausragende Arbeit für die Königliche Kunst stiftete die Loge “Zum flammenden Stern” den “Alfred-Braun-Ring”. Braun war der erste Träger dieser Auszeichnung und trug sie bis zu seinem Tode. Der Ring wurde weitergereicht an Bruder Hans Suhr, der nach fast 47 jähriger maurerischer Tätigkeit, im August 2015 verstarb. Bruder Suhr war ein leuchtendes Beispiel für gelebte Freimaurerei, Brüderlichkeit und Nächstenliebe. Der "Alfred-Braun-Ring" wurde Bernhard Gottschlag überreicht, in dessen Besitz er sich heute befindet.

 

Nach 1967 trat durch Überalterung und Ortswechsel mancher Brüder ein starker Mitgliederschwund ein, der inzwischen aufgefangen wurde. Denn durch viele Neuaufnahmen in den letzten Jahren können wir nun wieder eine Mitgliederzahl von 25 Brüdern vorweisen, mit einem bunten Gemisch an Altersklassen - von 30 bis 80 Jahre.